Historie

Die Schanze von Innsbruck (3. Tournee-Station)

Das Innsbrucker Bergisel-Skistadion ist durch seine besondere Ausgestaltung und die unzähligen Skiwettkämpfe berühmt geworden. Die beeindruckende Lage vermittelt dem Besucher einen ausgezeichneten Panoramablick in die Gebirgswelt und über die Stadt.

Das Stadion hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Schon 1906 wurde der Ski-Club Innsbruck gegründet, dessen Mitglieder auf verschiedenen Schneeschanzen in der Umgebung von Innsbruck den Skisprung-Sport ausübten. 1908 baute der SCI eine feste Schanzenanlage am "Husslhof". Bereits dort fanden internationale Wettkämfe statt.

1927 wurde die erste Schanze am Bergisel ihrer Bestimmung übergeben. Dabei sprang der Gasteiner Heinrich Mayerl 47,5 Meter. Ein Anlaufturm musste errichtet werden. Dies geschah bereits ein Jahr später. Der Norweger Alf Andersen sprang dabei einen viel beachteten Schanzenrekord von 63 Metern. Für die Durchführung der Ski-Weltmeisterschaften 1933 wurde die Bergisel-Schanze völlig neu konstruiert. Der Norweger Birger Ruud stellte dabei einen Schanzenrekord von 74 Metern auf.

Anlässlich eines Fussball-Jugendturnieres im Jahre 1941 besuchten die Mannschaften vom SV Villingen und des SV Innsbruck die baufällige Sprunganlage am bergisel. Dabei ist der Anlaufturm zusammengebrochen und es waren 4 Tote und mehrere Verletzte zu beklagen. Daraufhin wurde die Anlage total abgerissen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Schanze nach den ursprünglichen PLänen neu errichtet und 1949 der Bestimmung übergeben. Mit der Gründung 1953 gehört das Bergisel-Springen zur Deutsch-Österreichischen Springertournee.

Sowohl bei der Durchführung der Olympischen Winterspiele 1964 als auch 1976 wurde die Schanze jeweils den neuesten Bestimmungen angepasst und vergrößert sowie durch Zuschauer- und Organisationseinrichtungen ergänzt.

In ZUsammenarbeit mit Seefeld werden 1985 die Großschanzen-Wettbewerbe der Nordischen Skiweltmeisterschaft auf der Großschanze am Bergisel durchgeführt. In den folgenden Jahren erfordert die Entwicklung der Sprungtechnik geringfügige Ergänzungen am Schanzenprofil.

Nach der Übernahme des Skistadions von der Stadtgemeinde an den ÖSV im Jahre 1998 wurde auch ein neues Renovierungskonzept am Bergisel erstellt, das bis zum Jahre 2001 verwirklicht werden soll.

Ein bedauerlicher Unfall beim "Air & Fly"-Festival im Dezember 1999 kostete vier jungen Menschen das Leben, so dass ein völlig neues Sicherheitskonzept erstellt werden musste.

Die Bergisel-Schanze hat eine Gesamthöhe von 123,4m, die Turmhöhe beträgt 24m und die Anlauflänge 91,3m. Die Absprunggeschwindigkeit liegt bei ca. 90km/h, der Kalkulationspunkt bei 110m und die Juryweite bei 113m. Die Gesamtlänge bis Beginn des Auslaufs beträgt 316m. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 45.000 Zuschauern, beim Springen der Tournee am 04.01.2001 werden jedoch nur ca. 15.000 Zuschauer aus Sicherheitsgründen zugelassen.

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