Eisspedway

 

Eisspeedway

Geräte/Kleidung

Die Sportler benutzen robuste Motorräder mit max. 70 PS, da nicht eine hohe Leistung wichtig ist, sondern fahrerisches Können. Deshalb können auch 2-Taktmotoren benutzt werden; Hubraum ist 500 cm3. Die am häufigsten verwendeten Motoren sind die tschechischen Jawa, es können Zweitakter oder Viertakter sein. Die Motorradchassis’ sind meistens Eigenkonstruktionen, bei denen Leichtbaustoffe wie Carbon oder Alu zum Einsatz kommen. Liegender Einbau der Motoren wird wegen der besseren Starteigenschaften bevorzugt. Mit den Spezialmotorrädern werden durchschnittlich 90 km/h gefahren, auch Spitzenwerte von 140 km/h sind schon erreicht worden. Wegen des überwiegenden Eigenbaus erfolgt vor dem Start eine Prüfung auf Einhaltung der technischen Vorschriften.

Über beiden Rädern sind stabile Rohrkäfige angebracht, die Reifen werden mit Spikes gespickt (Vorderrad 130, Hinterrad 75 bis 120; eine andere Quelle nennt 200), wobei die Spikes max. 28 mm lang sein dürfen. Die Motorräder besitzen keine Bremsen, sondern Zündunterbrecher, die mit dünnen Schnüren am Handgelenk des Sportlers befestigt sind. Bei einem Sturz stehen die Motoren und auch die Antriebsräder somit sofort still. – Der Preis einer Rennmaschine wird mit ca. 20.000 DM angegeben (Jahr 2001).

Die Fahrer tragen Schutzhelme mit Unterkiefer-Schutz. Die Handschuhe der "Eisritter" sind oben (außen) mit Stahllamellen abgedeckt; für den Brustkorb gibt es einen Stahl- oder Alu-Körperschutz ("Kettenhemden"). Am innen liegenden Knie sind dicke Leder- und/oder Gummischutzteile angebracht. An den Füßen werden Stahlschuhe getragen.

Als Schutz für die Fahrer und Zuschauer sind die Bande, vor allem im Kurvenbereich, mit tausenden Strohballen, Schaumstoffwürfeln und losem Dämm-Material verkleidet.

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